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EXPO REAL 2026 erweitert ihren Blick auf Infrastruktur und

Verantwortlicher Autor: Princess Elfi Singer München, 21.07.2026, 13:48 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 612x gelesen

München [ENA] Wenn sich vom 5. bis 7. Oktober 2026 die internationale Immobilienwirtschaft auf dem Münchner Messegelände trifft, wird es längst nicht mehr nur um klassische Immobilieninvestitionen und bewährte Geschäftsmodelle gehen. Die 28. Ausgabe der EXPO REAL greift verstärkt die Fragen auf, die den Markt derzeit bewegen: Wo fließt künftig Kapital hin? Wie lassen sich Infrastrukturprojekte finanzieren?

Und welche Lösungen braucht es für bezahlbaren Wohnraum, Digitalisierung und klimafreundliche Gebäude? Trotz des weiterhin anspruchsvollen Marktumfeldes bewegt sich der aktuelle Anmeldestand nach Angaben der Messe München auf dem Niveau des Vorjahres. Das zeigt: Der persönliche Austausch zwischen Investoren, Projektentwicklern, Finanzierern, Kommunen und politischen Entscheidungsträgern bleibt gefragt. Zu der dreitägigen Fachmesse werden rund 40.000 Teilnehmer aus der Immobilienbranche sowie Vertreter von Städten, Regionen, Ländern und Infrastrukturunternehmen erwartet.

Die EXPO REAL erstreckt sich erneut über sieben Messehallen und bildet einen großen Teil des Lebenszyklus einer Immobilie ab – von der Projektidee und Finanzierung über Vermarktung und Verwaltung bis hin zu technischen und energetischen Lösungen. Infrastruktur wird zur eigenen Investitionsklasse Eine wichtige Neuerung ist das Forum „InfrastructureNow“. Damit rückt die Messe erstmals gezielt investierbare Infrastruktur in den Mittelpunkt. Behandelt werden vor allem Projekte aus den Bereichen Energie, Digitalisierung und soziale Infrastruktur. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Energiewende, Urbanisierung und der Ausbau digitaler Netze verändern nicht nur Städte und Regionen, sondern auch die Bewertung von Immobilienstandorten.

Gleichzeitig wächst der Kapitalbedarf für moderne Stromnetze, Rechenzentren, Mobilitätsangebote, Bildungseinrichtungen und weitere öffentliche oder private Infrastrukturprojekte. Das neue Forum soll Investoren, Betreiber, Projektentwickler, Banken, Kommunen und politische Vertreter zusammenbringen. Im Mittelpunkt stehen Finanzierungsmöglichkeiten, geeignete Partnerschaften, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie konkrete Beispiele aus der Praxis. Infrastruktur soll damit stärker als langfristiges und eigenständiges Investitionsfeld wahrgenommen werden.

Wohnen und Handel bleiben zentrale Themen Neben der neuen Ausrichtung auf Infrastruktur behalten die klassischen Bereiche der Immobilienwirtschaft ihren festen Platz. Dazu zählen Wohnimmobilien, Logistik, Handel, Hotellerie, Finanzierung sowie Asset- und Property-Management. In Halle B3 werden verschiedene Themen rund um Wohnen und Einzelhandel gebündelt. Die „Grand Plaza“ dient als Treffpunkt für Handelsimmobilien, moderne Verkaufskonzepte und neue Ideen für die Versorgung von Städten und Gemeinden. Direkt daneben beschäftigt sich der Bereich „Flexible Housing – Opportunities Next Door“ mit zeitgemäßen Wohnformen.

Dabei geht es unter anderem um die Auswirkungen des demografischen Wandels, veränderte Lebensentwürfe, Migration und den verantwortungsvollen Umgang mit knappen Flächen und Ressourcen. Flexible Grundrisse, gemeinschaftlich genutzte Räume und anpassungsfähige Gebäude gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wohnraum muss heute unterschiedlichen Lebensphasen gerecht werden und zugleich wirtschaftlich, sozial verträglich und nachhaltig geplant sein. Digitalisierung und Klimaschutz verändern die Branche Ein weiterer Schwerpunkt befindet sich in Halle A3. Unter dem Titel „Transform & Beyond“ präsentieren etablierte Unternehmen, junge Start-ups und Technologieanbieter ihre Lösungen für die Zukunft der Immobilienwirtschaft.

m Fokus stehen unter anderem künstliche Intelligenz, intelligente Gebäudetechnik, Robotik, digitale Arbeitsprozesse sowie neue Energie- und Quartierskonzepte. Auch die Verringerung von CO₂-Emissionen spielt eine zentrale Rolle. Gerade bei älteren Gebäuden wächst der Handlungsdruck, da energetische Anforderungen, Wirtschaftlichkeit und langfristiger Werterhalt miteinander verbunden werden müssen. Die Plattform findet 2026 zum dritten Mal statt und soll den Austausch zwischen traditionellen Marktteilnehmern und innovativen Unternehmen weiter fördern. Orientierung in einem Markt im Wandel

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Konferenzprogramm. Internationale Fachleute werden aktuelle Entwicklungen einordnen und mögliche Wege für die kommenden Jahre diskutieren. Die EXPO REAL versteht sich dabei nicht allein als Präsentationsfläche, sondern vor allem als Ort für Geschäftsanbahnung, fachliche Diskussionen und persönliche Begegnungen. In einer Zeit, in der Investitionsentscheidungen genauer geprüft und Finanzierungen schwieriger kalkulierbar werden, kann dieser direkte Austausch wichtige Orientierung geben. Mit der Verbindung von Immobilien, Kapital, Technologie und Infrastruktur setzt die Münchner Fachmesse 2026 neue Akzente, ohne ihre bewährte Rolle als internationaler Branchentreffpunkt aufzugeben.

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