Donnerstag, 25.07.2024 02:43 Uhr

YouTube ist teuer für Nutzer in Deutschland 03.07.2024

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Bundesweit, 03.07.2024, 23:28 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Special interest +++ Bericht 3769x gelesen
You Tube und das ewige Werbungsdrama
You Tube und das ewige Werbungsdrama  Bild: Thom Sibent / Pixabay.de

Bundesweit [ENA] YouTube, die bekannte und eine der größten Plattformen für private und gewerbliche Videos aller Art, hat sozusagen die Nase voll. Da gibt es doch tatsächlich böse deutsche Nutzer, die einfach mal so Geld sparen wollen. Geht ja gar nicht. Was ist passiert ?

Wie wir ja alle als YouTube Nutzer wissen, werden bei Videos, egal welcher Art, mehr oder wenige r Werbeunterbrechungen eingespielt. Die sind unterschiedlich oft und lang, beginnen manchmal schon nach wenigen Minuten Spielzeit. Dazu kommt, das man ein längeres Video komplett ansehen muß, da ja ein Download erstmal nicht möglich ist. Die theoretische Lösung: Der Nutzer wechselt zum Premium – Service. Damit schaltet man die Werbeeinblendungen aus und kann das Video auch herunterladen und später ansehen. Aber wie der Name schon sagt, Premium kostet eben Geld. Und auch bei YouTube gehen trotz der vielen Werbungen, an denen YouTube kräftig verdient, Kostenerhöhungen nicht vorbei.

Nachdem der Premiumdienst lange Zeit auf 9.99 Euro gestiegen war, kostet er inzwischen monatlich 12.99 Euro. Moment, ich soll fast 156.- Euro im Jahr für werbefreie YouTube Videos bezahlen ? Ja, soll jeder. Nicht mit mir, haben sich da findige Nutzer gedacht und sich einfach mit einer VPN im Internet angemeldet und sich ein Land in der Welt herausgesucht, das den Zugang viel billiger anbietet; und die gibt es. In der Ukraine beispielsweise kostet der Zugang umgerechnet um die 3 Euro, in Venezuela unter 2 Euro, beides bedingt durch die Kursumrechnung. Inwiefern das rechtlich ein Problem darstellt und illegal ist, ist nicht meine Aufgabe zu prüfen, natürlich rate ich jedem zu einem normalen legalen Zugang.

Jedenfalls war es bisher so, das offensichtlich das YouTube System eine Anmeldung aus Deutschland auch anhand von Adressdaten usw. nicht erkannt hat und die Mitgliedschaft auf Premium umgestellt hat. Doch damit soll jetzt Schluß sein. Offensichtlich sind diese VPN Anmeldungen inzwischen wegen der hohen Premium Kosten so weit verbreitet, das YouTube radikal dagegen vorgehen will: Alle deutschen Nutzer, die über eine VPN ihre Anmeldung gemacht haben, werden von YouTube benachrichtigt und der Premium Zugang dann gekündigt. Weil aber Youtube nicht diese Nutzer als Kunden verlieren will, haben sie sich gleichzeitig etwas ausgedacht:

Es gibt jetzt neu einen sogenannten Premium – Light – Zugang. Dieser kostet nur 5.99 Euro pro Monat, ist also 7 Euro günstiger. Dieser Zugang verspricht nur eingeschränkte Werbeeinblendungen bei YouTube Videos und YouTube Kids. YouTube erklärt diese Möglichkeit so (Zitat): Die meisten Videos sind ohne Werbeunterbrechungen, aber bei Musikinhalten und beim Suchen oder Stöbern werden Werbeanzeigen eingeblendet (Zitatende). Okay, das kann sich jeder aussuchen. Aber die Kampfansage von YouTube geht noch weiter. Auch gegen die sogenannten Werbeblocker soll jetzt entschieden vorgegangen werden.

Das Unternehmen versucht derzeit mit integrieren Werbeanzeigen serverseitig direkt in den Videostreams, die sogenannten Adblockern zu blockieren. Aufgrund der höchsten Kosten in Deutschland habe ich eine Anfrage an das Unternehmen gestellt, warum eigentlich hier die Kosten so hoch sind. Die Email im Original: Vor wenigen Tagen haben Sie angekündigt, das Sie YouTube Premium Konten, die über VPN im Ausland aus Gründen von Kostenersparnis angemeldet sind, kündigen, insbesondere betrifft das viele Kunden in Deutschland.

Was Sie nicht sagen: Warum sind denn die Kosten in Deutschland mit inzwischen 13 Euro so überproportional höher als in anderen Ländern wie die Ukraine mit 3 Euro oder Venezuela mit nur knapp 2 Euro ? Bisher habe ich keine Antwort erhalten, ich muß allerdings sagen, das die Anfrage erst 3 Tage alt ist. Sollte ich eine Antwort bekommen, werde ich diese hier ergänzen. Erfahrungsgemäß muß das Headquarter in den USA erst einmal die Genehmigung der Antwort erteilen und das dauert halt.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.