Dienstag, 14.07.2026 19:45 Uhr

Rettung von Linz am Ende des Zweiten Weltkrieges

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 14.07.2026, 14:03 Uhr
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Wien [ENA] Dass die Oberösterreichische Landeshauptstadt Linz auch noch heute eine hübsche Altstadt besitzt, ist gar nicht so selbstverständlich, denn am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde diese, damals politisch wichtige Stadt fast gänzlich Opfer nationalsozialistischer und amerikanischer Kriegshandlungen, wie der ehemalige sozialdemokratische Bürgermeister und Politiker Ernst Koref in seiner Biografie eindrucksvoll schildert.

Während nämlich schon am 10. April 1945 um fünf Uhr früh Truppen der sowjetischen Armee in die Wiener Innenstadt einzogen und nur einige Tage später der General und Politiker Theodor Körner zuersteinmal provisorischer sozialdemokratischer Bürgermeister von Wien wurde und damit die Zweite Republik begonnen hatte, wurde Linz noch am 25. April 1945 schwer von einem Luftangriff der Amerikaner getroffen. Zwar war der berüchtige Gauleiter der NSDAP Eigruber bereits geflüchtet, hatte aber noch dem zuständigen Militärkommando Weisung gegeben "Linz bis zum letzten Mann zu verteidigen" schreibt Koref. Um die Nationalsozialisten endgültig zu besiegen, hatten die Amerikaner noch einen weiteren verheerenden Anschlag auf Linz geplant.

Dazu ist es aber Gott sei Dank nicht mehr gekommen, denn ausgerechnet dem damalige NS Kreisleiter Josef Danzer und dem Linzer Chirurgen Dr. Fritz Rosenauer ist das zu verdanken, die nach Rücksprache mit dem noch im Amt befindlichen NS Oberbürgermeister Langoth, den amerikanischen Truppen mit einer weißen Fahne entgegengingen und die kampflose Übergabe der Stadt Linz anboten, sodass am 5. Mai 1945 die amerikanischen Truppen ihren siegreichen Einzug in Linz hielten. Das Angebot wurde zwar glücklicherweise angenommen, schreibt Ernst Koref in seiner Biografie, nichtsdestotrotz war "das Bild der Zerstörung, des allgemeinen Zusammenbruchs, des Mangels auf allen Gebieten, der materiellen und seelischen Not" eigentlich unfassbar.

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