Sonntag, 27.09.2026 23:09 Uhr

OVGW 2026 - Wassermanagement wird immer wichtiger

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 27.09.2026, 21:02 Uhr
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Wien [ENA] Die Pressekonferenz der OVGW, der österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach im September 2026 hätte nicht zu einem besseren Zeitpunkt stattfinden können, denn Österreich hat im Jahr 2026 mit einem besorgniserregenden Mangel an Niederschlägen und gleichzeitig extrem hohen Sommertemperaturen zu kämpfen, die besonders der Landwirtschaft zusetzten und die Wasserversorgung überhaupt in Frage stellten.

Denn bis jetzt schien die Trinkwasserverfügbarkeit in guter Qualität aus Brunnen und Grundwasser in Österreich praktisch unbegrenzt und kein besonderer Anlass sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Die präsentierte Marktstudie zeigt aber, dass die Bevölkerung mittel- und längerfristig durchaus mit einer deutlichen Verschlechterung der Versorgungssicherheit rechnet, sodass sich auch die Erwartungen an die Politik geändert haben. Besonders wichtig scheint die Umsetzung von Maßnahmen zum Wassermanagement und die Priorisierung der öffentlichen Trinkwasserversorgung im Fall von Wassermangel, weil die Industrie und die Landwirtschaft fast zwei Drittel des Trinkwassers verbrauchen, sodass es durchaus zu Interessenskonflikten kommen könnte.

Der politische Einsatz für konkrete Maßnahmen wird natürlich in Ausnahmesituationen wie 2026 positiv in der Marktstudie bewertet, sodass gesetzliche Vorschriften und Förderprogramme für wassersparende Maßnahmen leichter umzusetzen sind. Auch die Entnahme von Grundwasser soll verpflichtend mit Wasserzähler erfasst und die Gebühren für die Grundwasserentnahme von Landwirtschaft und Industrie festgelegt werden. Aber auch das Wassersparen im Alltag wird für die wasserverwöhnte österreichische Bevölkerung zunehmend ein Thema werden, wenn sich vielleicht das Ende der unbegrenzten Verfügbarkeit von Wasser in der Zukunft abzeichnen wird.

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