Donnerstag, 10.09.2026 19:30 Uhr

Hitzejahr 2026: Rotwein trotzdem super

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 10.09.2026, 15:33 Uhr
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Wien [ENA] Bei einer Pressekonferenz in Wien hat der Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes Johannes Schmuckenschlager zwar auf die 30 Prozent geringere Erntemenge wegen dem extremen Hitzesommer 2026 hingewiesen, aber gleichzeitig den kleinen Beerendurchmesser hervorgehoben, der besonders dem Rotwein zugute kommt. Denn die kleinen Beeren bedeuten zwar weniger Saft, aber dafür konzentriert wertvolle Inhaltsstoffe.

Deshalb werden besonders aromatische und ausdrucksstarke Weine erwartet, da die kleinbeerigen, tiefdunklen Rotweintrauben dafür besonders geeignet sind. Natürlich hat aber das extreme Dürrejahr 2026 zu erheblich geringeren Erträgen auch beim Weißwein geführt und die 1,7 Mio. Hektoliter liegen 30 Prozent unter der Vorjahrsernte. Nicht zu unterschätzen für Winzer ist aber der richtige Lesezeitpunkt, denn die Reife ist aufgrund des frühen Austriebs, der zeitigen Rebblüte und den hohen Temperaturen deutlich beschleunigt, was zu einer sehr frühen Weinlese geführt hat. Glück gehabt hat dieses Jahr der Weinbau auch dadurch, dass die Weinrebe als Dauerkultur mit ihren tiefen Wurzeln nicht so trockenheitsanfällig wie andere Kulturen sind.

Trotzdem hat die heurige Trockenheit besonders die Junganlagen, deren Wurzelsysteme noch nicht ausreichend entwickelt sind, an ihre vegetativen Grenzen gebracht. Teilweise mussten sogar Trauben entfernt werden, um die jungen Stöcke zu entlasten. Gleichzeitig war das Ausmaß der Trockenheitsschäden von der Beschaffenheit und der Wasserspeicherfähigkeit der Böden sowie von der Bewirtschaftung und Pflege beeinflusst. Auch die Marktsituation bleibt für die Weinbaubetriebe herausfordernd in einer Zeit, wenn sich das Konsumverhalten ändert und angeblich nicht mehr soviel Wein getrunken wird.

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