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Gewaltschutzzentren in Österreich

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 27.01.2023, 16:07 Uhr
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Wien [ENA] Trotz großer Anstrengungen um wenigstens den Opfern von Gewalt zu helfen, eskaliert die Gewaltbereitschaft in der österreichischen Gesellschaft zunehmend. Das passt nicht ganz zusammen und es stellt sich die Frage nach den Ursachen. Im Großen und Ganzen fördert der teure sozialstaatliche Paternalismus nicht nur die guten Seiten des Lebens, sondern auch manchmal die schlechten und vielleicht sogar auch die Gewalt.

Die nimmt sich das Recht auf Staatskosten und in Konkurrenz zum staatlichen Gewaltmonopol ihre Vorstellung von "Faustrecht" durchzusetzen. Das ist auch sehr bequem in Österreich, denn eine gut ausgebaute Infrastruktur für Opfer und Täter*innen bettet das Gewaltdelikt in einen gut subventionierten Sozial-und Rechtsstaat und die Gewalt wird so selbst zum Konsumgut in einer Gesellschaft, die sich am Konsum orientiert. Daher muss auch die Zunahme von grausamen Gewaltdelikten in der Zunahme der Verbrechensbekämpfung gesehen werden, deren Interessen ineinandergreifen. Der Opferschutz, wie die Gewaltschutzzentren Österreichs, die in Wien bei einer Pressekonferenz auf ihre Arbeit aufmerksam gemacht haben, sind durchaus auch Teil des Systems.

Dass sich eine gewisse "Hyperinflation an Werten" in Österreich breit macht, ist auch dem ambitionierten bevölkerungspolitischen Experiment geschuldet, das Österreich zum Einwanderungs-und Asylland positionierte, in dem die Herrschaftsverhältnisse zwischen den Ethnien, zunehmend mit Gewalt, neu ausgehandelt werden. Solange die Schuldenpolitik noch einen großzügigen Ausbau von öffentlichen Einrichtungen erlaubt, die zwar das Problem eher kaschieren als beheben, ist wenigstens ein gewisser äußerlicher Schein gewahrt, der aber die tiefsitzenden, teils unbewussten Inkompatibilitäten großer Teile der Bevölkerung bei weitem nicht berührt. Trotzdem muss man dankbar für die heikle, sicher oft schwierigen Arbeit der Gewaltschutzzentren sein.

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