Donnerstag, 25.07.2024 02:09 Uhr

Erhebliche Kosten für den Import von grünen H2

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 03.07.2024, 19:05 Uhr
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Wien [ENA] Billig wird die sogenannte Energiewende auf alle Fälle nicht und ob sie wirklich so "grün" ist, wird sich wohl erst herausstellen müssen. Aber die Umgestaltung nimmt unweigerlich Formen an und die Aussicht auf Fördermilliarden und großartige Profitmöglichkeiten beflügeln die Zukunftspläne der großen Players in Wirtschaft und Politik nicht nur in Österreich und der EU sondern weltweit.

So haben sich acht führende österreichische Energie-und Industrieunternehmen in der Hydrogen Import Alliance Austria (HIAA) zusammengefunden und bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt. Ziel ist es, den Wasserstoffimport via Pipelines nach Österreich bis 2030 zu ermöglichen. Die Mitglieder sind die AMAG Austria Metall, Gas Connect Austria, LAT Nitrogen, OMV, RHI Magnesita, Verbund, voestalpine und Wiener Stadtwerke. Schon jetzt untersuchen sie günstige Transportrouten nach Österreich. Dafür sind aber erhebliche Investitionen erforderlich um die Errichtung und den Betrieb von Anlagen, die Bereitstellung, den Transport, die Speicherung, die Abnahme und den Verbrauch von importierten grünen Wasserstoff zu gewährleisten.

Dabei sind aber regulatorische Anpassungen und Unterstützungsmechanismen über die gesamte Wertschöpfungskette für einen raschen Aufbau einer österreichischen Wasserstoffwirtschaft wichtig, ist sich die HIAA einig. Damit die notwendigen Wasserstoffmengen bis 2030 importiert werden können, bedarf es hoher Investitionen. Bis 2040 fallen rund 18.9 Milliarden EUR allein für die Mitglieder der HIAA an. Allerdings ist die Wirtschaftlichkeit von grünem Wasserstoff zum Beginn noch nicht gegeben. Das macht aber eine Absicherung durch den Staat ausschlaggebend, denn die Nachfrage nach grünen Wasserstoff wird anfänglich durch hohe Netzentgelte gebremst werden. Um das zu vermeiden, braucht es sichere staatliche Unterstützung.

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