Insolvenzen und Visionen im österreichischen Tourismus
Wien [ENA] 390 Insolvenzen in der österreichischen Gastronomie wurden auch im Jahr 2025 dem Kreditschutz Verband gemeldet, eine Entwicklung, die verschiedene Gründe hat. Angeblich sind die Preise für Konsumenten sehr hoch geworden, aber das Problem liegt wahrscheinlich tiefer, denn es geht auch darum den öffentlichen Raum, zu dem auch die Gastronomie gehört, so zu bespielen, dass er dem Bedürfnis nach "Dabeisein" entspricht.
Denn eine immer von Einsamkeit in den eigenen vier Wänden bedrohte Gesellschaft braucht den öffentlichen Raum, zu dem auch die Gastronomie und Hotellerie gehört, um Mensch unter Menschen zu sein. Dass damit auch bestenfalls viel Geld verdient werden kann, heißt nicht, dass es sich um reine kapitalistische Unternehmen handelt, sodass es Visionen braucht um toten Leerstand zu vermeiden. Mit Visionen für den österreichischen Tourismus beschäftigt sich auch das zuständige Ministerium in einem neuen Strategieplan, der bei einer Pressekonferenz in Wien im Juni 2026 vorgestellt wurde. Es war zu erwarten, dass "Vision T" mehr Tourismus und nicht weniger will, das zeigt sich schon darin, dass er "wertvoll für alle - 365 Tage im Jahr" sein soll.
Vision T möchte Österreich bis 2035 zu einer der nachhaltigsten, erfolgreichsten und wertvollsten Tourismusdestinationen der Welt machen, auch wenn es zentrale Spannungsfelder wie Kostendruck, Bürokratie, Gästeerwartungen oder Arbeitskräftemangel gibt. Trotz der strategischen Offensive für einen Ganzjahrestourismus mit tragfähigen Kostenstrukturen, steht die Bevölkerung dem Tourismus, als zentralen Bestandteil der österreichischen Wirtschaft, relativ positiv gegenüber und kann auch in der menschlichen Vielfalt des Kommen und Gehens durchaus seine Identität bewahren.




















































