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"Stunde der Gartenvögel": Viele Finken, weniger Schwalben

Verantwortlicher Autor: Stefanie Bettinger Berlin, 26.05.2023, 20:28 Uhr
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Im mehrjährigen Trend scheint der Grünfink leicht abzunehmen.
Im mehrjährigen Trend scheint der Grünfink leicht abzunehmen.  Bild: NABU/Frank Hecker

Berlin [ENA] Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat das Endergebnis der 19. "Stunde der Gartenvögel" bekannt gegeben. Demnach verzeichnet die Frühjahrszählung deutliche Rückgänge bei Mauerseglern und Mehlschwalben. Meisen- und Finkenarten wurden dagegen häufiger gesichtet. Rund 59.000 Menschen haben gezählt.

Der Naturschutzbund (NABU) hat heute das Zählergebnis der 19. "Stunde der Gartenvögel" bekannt gegeben. An der Mitmachaktion haben sich 59.000 Menschen beteiligt und rund 1,3 Millionen Vögel aus über 40.000 Gärten und Parks gemeldet. „Wir sehen es jetzt sehr deutlich, dass der starke Abwärtstrend bei den gebäudebrütenden Insektenfressern ungebremst weitergeht“, konstatiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Mt einem Minus von 37 Prozent zeigen sich deutliche Rückgänge bei den Mauerseglern. Mehlschwalben weisen ein Minus von 22 Prozent auf. Diese Arten brauchen dringend Hilfe. Mit einer vogelfreundlichen Sanierung von Gebäuden ist diesen Gebäudebrütern schon geholfen, denn unter ihnen herrscht große Wohnungsnot.

Keineswegs aus dem Nest gefallen

Hausbesitzer können Schwalben helfen, indem sie ihnen Nistmöglichkeiten bieten. Dafür können sie mit der NABU-Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" ausgezeichnet werden. Die Zahlen bei den Meisen- und Finkenarten sehen erfreulicher aus. „Sie wurden häufiger gesichtet, was an dem vergangenen Mastjahr liegen könnte. Im Winter gab es eine große Fülle an Baumfrüchten. Durch die guten Bedingungen hätten vermutlich mehr Meisen und Finken als sonst den Winter überlebt", so Miller. So leicht fällt auch kein Vögelchen aus dem Nest. Das Zählwochenende fällt mitten in die Brutzeit und Jungenaufzucht der meisten Arten. Manchmal sitzen die Jungen scheinbar hilflos im Geäst oder am Boden.

„Sie sind allerdings meistens nicht aus dem Nest gefallen, wie häufig fälschlich angenommen wird. Der flügge Nachwuchs braucht unsere Hilfe gar nicht. Daher gilt in den meisten Fällen: auf Abstand bleiben und nur beobachten“, so Miller. Im Juni findet die nächste Zählaktion des NABU statt. Beim Insektensommer vom 2. bis 11. Juni 2023 sind alle aufgerufen, Schmetterlinge, Käfer, Ameisen und Bienen zu melden. www.NABU.de

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