Dienstag, 14.04.2026 13:45 Uhr

Papst Leo XIV. trägt Kreuz am Kolosseum

Verantwortlicher Autor: Dott. Francesco Pace Rom, 04.04.2026, 12:40 Uhr
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Rom [ENA] Rom erlebte einen Karfreitag von seltener symbolischer Kraft: Papst Leo XIV. trug am Kolosseum persönlich ein Holzkreuz durch alle 14 Stationen des Kreuzwegs. Damit wurde ein uraltes Ritual in ungewöhnlich direkter Form sichtbar. Die Feier verband Glauben, körperliche Präsenz und eine Botschaft, die weit über die Liturgie hinausreicht und weltweit Beachtung fand.

Am Kolosseum, in einer der eindrucksvollsten Kulissen der römischen Osterzeit, wurde der Karfreitag 2026 zu einer Feier von besonderer Tragweite. Papst Leo XIV. trug das Kreuz persönlich durch alle 14 Stationen des Kreuzwegs und begleitete damit Schritt für Schritt das Gedenken an das Leiden Christi. Italien erlebte so einen seltenen und hochsymbolischen Moment: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten vollzog ein Pontifex den gesamten Ritus wieder selbst und in dieser direkten, sichtbaren Form.

Die Geste des Papstes war dabei nicht nur liturgisch bedeutsam, sondern auch von starker menschlicher und öffentlicher Wirkung. Das Tragen des hölzernen Kreuzes über die gesamte Strecke verlieh der Feier eine unmittelbare Kraft. Die Botschaft war klar: Das Leiden Christi gehört nicht nur der religiösen Erinnerung an, sondern spricht auch in die Gegenwart hinein. In einer Zeit, die von Kriegen, Gewalt und kollektiven Wunden geprägt ist, erhielt der Kreuzweg damit eine aktualisierte, greifbare Bedeutung.

Gerade der Rückgriff auf diese Form der Teilnahme machte den Abend besonders bemerkenswert. Der Kreuzweg am Kolosseum gehört zu den eindrucksvollsten Riten der Karwoche und verbindet seit Jahren Tradition, Andacht und weltweite Aufmerksamkeit. Durch die persönliche Präsenz von Leo XIV. bekam die Feier eine neue Intensität. Es entstand das Bild einer Kirche, die nicht auf Distanz bleibt, sondern das Symbol des Leidens sichtbar mitträgt und gerade dadurch eine Sprache findet, die auch jenseits der Liturgie verstanden wird.

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