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Bauernproteste - Die Bauern und das Land retten!

Verantwortlicher Autor: Friedrich S. Lenz Neustadt, 18.04.2024, 18:00 Uhr
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Stiller Protest in der Pfalz
Stiller Protest in der Pfalz  Bild: Foto © Lenz

Neustadt [ENA] Die Bauernproteste gehen weiter und haben sich auf ganz Europa ausgeweitet. „Wenn die Lunte einmal gezündet ist, gibt es kein Zurück; der „Kipppunkt“ sei erreicht. Denn, wenn es so weitergeht wie bisher, dann werden massiv weitere Werte vernichtet." Diverse Buch-Autoren widmen sich diesem Thema

Die Proteste der Bauern haben verschiedene Ursachen wie beispielsweise die Kürzung von Agrarsubventionen, die überbordende Bürokratisierung, die Flächenstilllegungen und weitere Vorgaben des European Green Deal, welche die landwirtschaftliche Nutzung einschränken. Die Bauern fordern eine bessere Bezahlung ihrer Produkte, eine Vereinfachung der Verwaltung und einen fairen Handel. Oder kommt es doch zu einer Zerstörung der traditionellen Landwirtschaft oder sogar zu einem Bauernsterben?

Die Lage ist durchaus brisant, denn „rund zwei Milliarden Menschen leben von der Landwirtschaft, sie ist nach wie vor der größte Wirtschaftszweig und der wichtigste Arbeitgeber der Welt. Und nicht die industrielle Agrarproduzenten haben den höchsten Anteil daran, sondern die kleinen Bauern und Bäuerinnen, die weniger als fünf Hektar bewirtschaften – sie ernten fast die Hälfte der Nahrungspflanzen der Erde, wie der kanadische Datenanalytiker Vincent Ricciardi hochgerechnet hat.“ (Zitat aus dem Buch von Bartholomäus Grill.)

„Bauernsterben“ oder „Wie die globale Agrarindustrie unsere Lebensgrundlage zerstört“ so lautet der Titel des Buches und er benennt einige Abgründe wie beispielsweise: „Den Untergang des traditionellen Bauerntums. Die globale Erzeugerschlacht und ihre Akteure, die Agrarkrieger. Die Macht des agro-industriellen Komplexes.“ Und er resümiert: „Wir Menschen agieren wie hirnlose Einzeller, die suizidale Bedrohung nicht wahrnehmen. Es steht zu befürchten, dass die zerstrittene und konfuse Weltfamilie die Notwendigkeit einer Agrar- und Ernährungswende erst erkennen wird, wenn sich die globalen Krisen in einem ungeahnten Ausmaß verschärfen.“

„Jede Aktivität, jede Initiative, jede Graswurzelbewegung, die die Agrarwende voranbringt, ist begrüßenswert. Allein, für die Lösung der landwirtschaftlichen Kardinalprobleme erweisen sich manche gut gemeinten Ideen als unbrauchbar, und das hat nur einen einfachen Grund: Sie wurden von idealistischen urbanen Eliten erdacht, die eine realitätsferne Vorstellung vom Bauerntum haben.“ Tragfähige Lösungen, wie die aktuellen Verhältnisse verbessert werden können, sind nur vom wahren Bauerntum zu erwarten oder droht doch eine Katastrophe in der Landwirtschaft?

Wie sagte es schon Friedrich der Große: „Wer dafür sorgt, dass dort, wo bisher ein Halm stand, in Zukunft zwei wachsen werden, hat für sein Volk mehr getan als ein Feldherr, der eine große Schlacht gewonnen hat.“ Bartholomäus Grill „Bauernsterben“ „Wie die globale Agrarindustrie unsere Lebensgrundlage zerstört“ Siedler Verlag München ISBN 978-3-8275-0168-4. Im gleichen Verlag ist auch sein Werk „Afrika! Rückblicke in die Zukunft eines Kontinents“ erschienen. ISBN 978-3-8275-0145-5 Fotos: © www.lenz.en-a.ch

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