Nevin Aladağ und ihre vibrierenden Musikzimmer
Wien [ENA] Es gibt eine rätselhafte Frage, die oft gestellt wird, nämlich "welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?" Nun, die deutsche Bildhauerin und Performancekünstlerin, in der Türkei geborene Nevin Aladağ, würde sich wahrscheinlich verschiedene Musikinstrumente und klassisch-moderne Möbelstücke mitnehmen und auf der Insel ein Musikzimmer einrichten, das Kunstraum, Museum und Kirche in einem ist
In der Zwischenzeit hat Nevin Aladağ schon verschiedene "einsame Inseln" zu Musikzimmern geformt und damit international einen Flair von vibrierender künstlerischer Strenge, hohem ästhetischen Anspruch gepaart vielleicht mit versteckter Ironie, in viel beachteten Kunstprojekten verbreitet. So ihr berühmtes Musikzimmer Darmstadt, in dem sie Gitarrensaiten auf einem klar gegliederten Sessel montiert oder der Music Room Istanbul und Athen mit Möbel aus verschiedenen Naturhölzern, an die Elemente und Mechanik verschiedener Musikinstrumente angebracht sind. Nicht zuletzt in der schönen Galerie Krinzinger in der Innenstadt Wien, die Nevin Aladağ vom Februar bis April 2026 in ein Musikzimmer mit einer Vielzahl ihrer Werke verwandelte.
Verspielt kombiniert die Künstlerin dabei Skulpturen, Gemälde, Textilien, Videos und Ton um ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, das gerade in der Musikstadt Wien an die europäische Tradition eines bürgerlichen Musikzimmers erinnert und anknüpft. Zu alledem wurde auch noch bei der Finissage ihrer Ausstellung vom Verlag für moderne Kunst aus Wien das sehr schöne und interessant gemachte Ausstellungsbuch "Vibrating Images" präsentiert, kuratiert von Sandra Bornemann-Quecke vom Institut Mathildenhöhe Darmstadt und Sven Beckstette von der Nationalgalerie der Gegenwart Hamburg, das den ganzen Zauber der Ausstellung in der Galerie Krinzinger Wien nocheinmal einfangen und bewahren möchte.




















































