Mittwoch, 02.09.2026 21:10 Uhr

80 Jahre NRW: Münster feiert Demokratie und Vielfalt

Verantwortlicher Autor: martino Brando Münster, 02.09.2026, 11:58 Uhr
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NRW feiert 80 Jahre: Bürgerfest in Münsters Innenstadt mit Blick auf die Lambertikirche.
NRW feiert 80 Jahre: Bürgerfest in Münsters Innenstadt mit Blick auf die Lambertikirche.  Bild: Martino Brando

Münster [ENA] Bei durchwachsenem Wetter feierten Hunderttausende Menschen in Münster den 80. Geburtstag Nordrhein-Westfalens. Mona Neubaur, André Kuper und Tilman Fuchs eröffneten das Bürgerfest. Ministerpräsident Hendrik Wüst suchte anschließend beim Rundgang aktiv den direkten Kontakt zu den zahlreichen Gästen.

Unter dem Motto „Demokratie lebt. Vielfalt verbindet.“ feierte Nordrhein-Westfalen in Münster seinen 80. Geburtstag. Mona Neubaur, Landtagspräsident André Kuper und Oberbürgermeister Tilman Fuchs eröffneten das Bürgerfest am Aasee. Neubaur warb für Zusammenhalt, Meinungsfreiheit und kulturelle Vielfalt. Hendrik Wüst suchte anschließend beim Rundgang das Gespräch mit den Gästen.

Mona Neubaur, Landtagspräsident André Kuper und Münsters OB Tilman Fuchs eröffnen den NRW-Tag.
Mona Neubaur (Grüne) spricht bei der Eröffnung über Zusammenhalt und Vielfalt.
Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) begrüßt Gäste beim Rundgang durch Münster.

Auf elf Themenmeilen wurde die Vielfalt des Landes erlebbar. Feuerwehr und Rettungskräfte erklärten ihre Arbeit, während Kinder verschiedene Sportangebote ausprobierten. Die Juniortanzcompany Flics des TanzZentrums Hiltrup setzte unter Leitung von Sandra Landwehr mit synchronen Sprüngen einen farbenfrohen Akzent. Dabei verband das Fest Information, Bewegung und Kultur.

Feuerwehrleute zeigen Gästen Schutzanzüge für gefährliche Einsätze.
Beim Hobby-Horsing überwinden Kinder einen Hindernisparcours.
Die Flics des TanzZentrums Hiltrup unter Leitung von Sandra Landwehr.

Vor dem Hintergrund von Anschlägen auf Großveranstaltungen – zuletzt beim Berliner CSD – stand die Sicherheit besonders im Blick. Für den NRW-Tag war ein Jahr lang ein umfassendes Konzept vorbereitet worden. Großräumige Absperrungen, sichtbare Polizeipräsenz und eng abgestimmte Feuerwehr-, Rettungs- und Ordnungsdienste gehörten dazu. Die Bilanz: drei sichere und ruhige Festtage ohne größere Einsätze oder Schadensfälle.

Polizeikräfte mit Schutzschilden sichern die Innenstadt während des NRW-Tages.
Taschenkontrollen gehörten zum Sicherheitskonzept des NRW-Tages
Sichtbare Polizeipräsenz begleitete die Besucher auf den Themenmeilen

Den musikalischen Höhepunkt bildete das Sommerkonzert der Landesregierung vor dem illuminierten Schloss. Rund 7.000 Gäste erlebten die Philharmonie Südwestfalen unter Chefdirigent Ingmar Beck. Das Programm spannte den Bogen von Beethoven und Mozart bis zur Filmmusik aus „Game of Thrones“. Ministerpräsident Hendrik Wüst begrüßte das Publikum; der WDR übertrug den Konzertabend live.

Rund 7.000 Gäste erleben das Sommerkonzert vor dem illuminierten Schloss. Foto: Land NRW / Lars Berg
Chefdirigent Ingmar Beck begleitet Trompetentalent Ben Stümke. Foto: Land NRW / Lars Berg
Ministerpräsident Hendrik Wüst begrüßt das Publikum vor der Philharmonie Südwestfalen. Foto: Land NRW / Lars Berg

Wie breit dieses Engagement aufgestellt war, zeigten beispielhaft die Landesarbeitsgemeinschaft der Inklusionsunternehmen NRW sowie die Präsentationen aus Dortmund und dem Ruhrgebiet. Die Inklusionsunternehmen schaffen Arbeitsplätze, an denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam tätig sind. Dortmund wiederum gab einen Ausblick auf die Internationale Gartenausstellung 2027, die erstmals eine ganze Region zur Bühne machen wird. Musik und kleine Darbietungen sorgten zwischen den Informationsständen zusätzlich für eine lebendige Atmosphäre.

Arbeit und Teilhabe: Die LAG Inklusionsunternehmen NRW informierte beim Landesfest in Münster.
Großes Interesse am Stand von Dortmund und der IGA 2027 Ruhrgebiet.
Düsseldorf und Oberhausen präsentierten beim NRW-Tag gemeinsam ihre touristischen Angebote.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich die Vielfalt des Tanzes bei den gemeinsam ausgewählten Motiven. Die Residenz Münster e. V. verband klassischen Paartanz mit Rollstuhltanz zu einer gemeinsamen Vorführung. Einen internationalen Akzent setzte die ghanaisch-deutsche Soloperformance „Akwaaba – Welcome“ mit einem farbenprächtigen Kostüm und ausdrucksstarker Bewegung. Funky e. V., Europas größtes inklusives Tanzensemble aus Münster, brachte Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam auf die Bühne. Junge Tänzerinnen des TanzZentrums Hiltrup rundeten das Programm mit einer schwungvollen Ballettdarbietung ab.

Gemeinsame Choreografie: Die Residenz Münster e. V. verband klassischen Paartanz mit Rollstuhltanz.
Die ghanaisch-deutsche Soloperformance „Akwaaba – Welcome“ setzte einen farbenprächtigen Akzent.
Funky e. V., Europas größtes inklusives Tanzensemble, begeisterte auf der Domplatz-Bühne.

Das dreitägige Programm des NRW-Tages zum 80-jährigen Landesjubiläum gestaltete sich vielseitig: Es reichte von Musik, Tanz und Sport über Wissenschaft und Vereinsarbeit bis zu politischen Gesprächen. Auch Eckart von Hirschhausen gehörte zu den prominenten Gästen, während Münsters Kiepenkerl für westfälische Tradition stand. Mehrere Hunderttausend Menschen aus dem ganzen Land feierten in der Innenstadt. Insgesamt verlief das Fest friedlich. Nach Angaben der Polizei gab es kaum Zwischenfälle; fünf Strafanzeigen wegen Beleidigung wurden aufgenommen. So endeten die Feierlichkeiten mit zum Teil überfüllten Straßen, wehenden Fahnen und Münster als herzlicher Gastgeberstadt.

Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen sprach über soziale Medien und Fake News.
Münsters Original Kiepenkerl verkörperte beim NRW-Tag lebendige westfälische Tradition.
Der festlich beflaggte Prinzipalmarkt, Münsters „gute Stube“, zog zum NRW-Tag Gäste aus nah und fern an.
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