Vom christlichen Glaubenseifer zur Ernüchterung heute
Wien [ENA] Das einst so glaubensfreudige Christentum in Europa ist heute eher von einer hoffnungslosen Ernüchterung betroffen, die Christen in Scharen aus der Kirche austreten lässt und das einst so christliche Europa wieder "heidnisch" werden lässt, sich duch Zuwanderung ganz andere Religionen und Kulturen ausbreiten und Ersatzreligionen wie Technik, Materialismus oder Politik eine sinnstiftende Funktion übernehmen wollen.
Anscheinend auch ohne das dabei das Übersinnliche bemüht werden muss, sodass die Kirchen immer weniger gebraucht zu werden scheinen, auch wenn sie schön renoviert, erhaben und ehrwürdig noch immer die Landschaft prägen. Aber sie sind oft zu leer und düster in Zeiten wenn die fröhliche Konsumgesellschaft in der Unterhaltung, im Rausch der Musik und der grellen Bilder das Aussersichsein zelebriert, auch wenn dabei kein Gott, keine Göttin beim Namen gerufen werden muss. Dabei war das Christentum in Europa zuersteinmal eine unerhörte Erfolgsgeschichte, das bald durch sein Charisma und seine Heilsbotschaft überzeugte, aber sich auch als verführerischer Eingottglaube politisch für eine kriegerische Christianisierung instrumentalisieren ließ.
In den Gebieten des heutigen Österreichs war das Christentum am Ende des Römischen Reichs und der Völkerwanderung zuersteinmal stark zurückgegangen. Im Osten lebte noch das wilde Reitervolk der heidnischen Awaren, im Süden und Westen noch kaum christianisierte Slawische Gruppen. Das sollte sich im 8. Jahrhundert grundlegend ändern, wenn der fränkische König und Kaiser Karl der Große von 791 - 803 die blutigen Kriege gegen die Awaren führte und mit der weltlichen Herrschaft auch die christliche Kirche einsetzte, bestehende Bistümer im bayerischen Raum mit der Missionierung beauftragte, zahlreiche Klöster gründete, die Taufe für die unterworfene Bevölkerung zur Pflicht machte und feste Kirchenstrukturen schaffte, die es noch heute gibt.




















































