VDP.Weinlese 2026: Zeitig mit bemerkenswerter Qualität
Mainz [ENA] Selten begann die Lese so früh, selten ging sie so schnell – und das Ergebnis überzeugt mit herausragender Qualität: Die VDP.Weingüter blicken auf einen außergewöhnlichen Jahrgang 2026 zurück. Trotz eines von Hitze, Trockenheit und regionalen Unwettern geprägten Sommers konnten kerngesunde, hochreife Trauben von herausragender Qualität eingebracht werden. Die Erntemengen fallen kleiner aus.
Das qualitative Potenzial stimmt aber sehr zuversichtlich. Erste Eindrücke aus den Kellern lassen konzentrierte, ausdrucksstarke Weine erwarten, die zugleich mit bemerkenswerter Leichtigkeit und einer für die hohen Temperaturen überraschend frischen Säure überzeugen. Bereits Ende März setzte mancherorts der Austrieb ein. Gute Niederschläge im Winter und eine vielerorts frühe, gleichmäßige Blüte schufen günstige Voraussetzungen zu Beginn der Vegetationsperiode. Im Sommer stellten langanhaltende Hitze und Trockenheit die Winzerschaft vor Herausforderungen. Regenfälle im August brachten vielerorts die erhoffte Entlastung. Hagelereignisse, insbesondere in der Südpfalz und am Kaiserstuhl, verursachten dagegen teils erhebliche Schäden.
Die große Mehrheit der VDP.Weingüter blieb hingegen von Schäden verschont und dank der Widerstandskraft tief verwurzelter Reben und einer vorausschauenden Bewirtschaftung präsentierte sich das Lesegut trotz Hitze und Trockenheit in ausgezeichnetem Zustand. Aufwendige Selektionsarbeiten waren kaum erforderlich. Der Jahrgang zeigt damit einmal mehr, wie entscheidend geeignete Standorte, langfristige Arbeit im Weinberg und die Anpassungsfähigkeit der Betriebe an veränderte klimatische Bedingungen sind. „Wir leben in einem neuen Normal, die Weinlese beginnt regelmäßig Mitte bis Ende August. Wir Winzerinnen und Winzer haben uns aber darauf eingestellt und wissen mit den wärmeren Bedingungen umzugehen“, erklärt VDP.Präsident Steffen Christmann.




















































