Siebenbürgens Heimattag begeistert Dobrindt
Dinkelsbühl [ENA] 115 Gruppen der Siebenbürgen Sachsen zogen in ihrer kunstvollen Pracht durch Dinkelsbühls Altstadt. 2500 Akteure zeigten eine Botschaft: Heimat lebt. Der 71. Heimattag der Siebenbürgen Sachsen stand unter dem Motto " Generationen verbinden - Perspektiven schaffen". Über 15000 aus aller Welt kamen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt war hellauf begeistert nachdem er den längsten Trachtenumzug in der Geschichte der Siebenbürger Heimattage erlebt hatte. "Was gibt es Schöneres, diese Begeisterung zu erleben. Sie lieben die Tradition und prägen die Gegenwart. In diese strahlenden Gesichter der jungen Menschen zu schauen - dieser Ausdruck ist Zukunft. Dobrindt mahnte, dass Heimat verloren gehen kann, aber Heimat kann auch ganz nah werden. Und bei dem " Fest des Friedens und der Versöhnung" sprach Dobrindt angesichts der Tatsache, an die schmerzhaften Einschnitte vor 80 Jahren erinnern zu müssen. Leid und Schrecken brauchen Erinnerung wegen der Versöhnung. Die Siebenbürgen hätten sich zum vereinten Europa und dem Frieden bekannt.
Dobrindt drückte seinen Dank für dieses beispielhafte Fest aus, an dem man Optimismus lernen konnte. Viel Beifall gab es für sein Bekenntnis, er wolle ihr oberster Interessenvertreter sein. Seine Worte standen unter dem Eindruck des längsten Trachtenumzuges , den die Heimattage in Dinkelsbühl jemals gesehen haben. 115 Gruppen mit über 2000 Akteuren defilierten durch Dinkelsbühls Märchenkulisse und ernteten den Beifall der Tausenden am Rand. Sie waren aus ganz Europa und sogar aus Kanada in ihren "Sehnsuchtsort Dinkelsbühl" gekommen, so Alexander Dobrindt. Der Bundesvorsitzende der Siebenbürgen Sachsen Rainer Lehni erinnerte, dass die meisten von uns erlebt hätten, Heimat zurückzulassen und dennoch das Wesentliche zu bewahren.
Rainer Lehni stellte die Bedeutung heraus, was Heimat bedeutet. Unsere junge Generation wächst in einer völlig anderen Welt auf. Alle unsere heutigen Jugendlichen kennen Siebenbürgen nicht aus eigenem Erleben. Sie kennen es aus Erzählungen der Eltern und Großeltern, aus Besuchen ,aus Begegnungen, aus Tänzen, Liedern, Bildern und Geschichten. Darin liegt eine große Chance. Heimat wird nicht einfach vererbt wie ein kostbarer Gegenstand. Heimat wird lebendig, wenn sie erzählt, erlebt und neugestaltet wird. Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer sagte: In einer Zeit, in der der Wandel allgegenwärtig ist, ist dieses Fest ein Zeichen der Stabilität und Offenheit zugleich. Wir bewahren und wagen neue Schritte in Richtung Zukunft.




















































