Russlands "Sehnsucht" nach indischer Kultur
Wien [ENA] Es ist nicht uninteressant, dass der russische Präsident Wladimir Putin es durchaus bemerkenswert findet, dass in Indien bei der unglaublich großen Bevölkerung von rund 1,5 Milliarden Menschen überhaupt nur ein Drittel Hindi spricht und alle anderen unterschiedliche Sprachen sprechen, oft sogar ohne sich sprachlich zu verstehen und trotzdem scheint dieses große Land als einheitlicher Nationalstaat zu funktionieren.
Das lässt den strengen, unbarmherzigen Machtpolitiker Putin, der so nebenbei gerne mit Atomkrieg droht, darüber nachdenken, ob Indien nicht ein globales Modell für die Welt sein könnte, sozusagen ein Vorbild für den Umgang verschiedener Nationen miteinander, die durch sprachliche und kulturelle Unterschiede sich feindlich und oft unverstanden gegenüberstehen, wie in Berichten von Hindustan Times kolportiert wurde. Unverständlich und schade ist nur bei diesen "großherzigen" Gedanken, dass Russland zur Zeit eher auf Krieg und Grausamkeit setzt, anstatt das "schöne, helle und bunte Märchen", wie die indische Kultur in der russischen Gesellschaft schon seit Sowjetzeiten gesehen wird, auch realpolitisch zu verstehen und umzusetzen.
Auch wenn indische Musik, Werte und insbesonders indische Filme traditionell große Bewunderung und Popularität genießen, ist Indien zu verstehen gar nicht so einfach für Länder, die sich über Jahrhunderte hinweg aus dem Monotheismus wie Judentum, Christentum und Islam entwickelt haben und sogar der Buddhismus hat mit der Vielfalt der indischen Götterwelt gebrochen . Denn die indische Gesellschaft ist unheimlich komplex in ihrer kulturellen Vielfalt und hat ein Religionssystem, das noch nicht, wie der Monotheismus, so ohne weiteres zur Staatsreligion umfunktioniert werden kann, sondern tief in den unzähligen gesellschaftlichen Schichten und Kasten verwurzelt ist, die wie Zement das ganze System, meistens friedlich zusammenhalten.




















































