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Preisverleihung Dokumentarfilmpreis

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Stuttgart, 21.06.2024, 23:43 Uhr
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Preisverleihung Dokumentarfilmpreis 2024
Preisverleihung Dokumentarfilmpreis 2024  Bild: Wolfgang Weichert

Stuttgart [ENA] Am Freitag 21.06.2024 wurde durch den SWR im Stuttgarter Gloria Kino der deutsche Dokumentarfilmpreis 2024 verliehen. Es gab folgende Kategrorien zu verleihen: Musikfilmpreis, Publikumspreis, Ehrenpreis für das Lebenswerk, Förderpreis und Hauptpreis.

Nominiert für den Musikfilmpreis: Im Labyrinth – Der Musiker Jörg Widmann von Holger Preuße Rock Chicks – I am not female to you von Marita Stocker Schleimkeim – Otze und die DDR von unten von Jan Heck Jury: Prof. Fola Dada, Rainer Homburg und Prof. Enrique Sánchez Lansch Gewinner: Schleimkeim von Jan Hack Auszug aus der Begründung: „Der Titel führt direkt in einen Moment deutscher Geschichte, in dem selbst die harmloseste musikalische Provokation auf bittersten Widerstand stößt“ „Es ist der große Verdienst von Jan Heck, diese vergessene Szene innerhalb der DDR-Musiklandschaft (…) ins Licht zu holen.“

Jury in den Kategorien Förderpreis und Hauptpreis Alev Dogan, Marcus Lenz, Lea Najjar, Carl-Ludwig Rettinger und Iris Wolff Für den Förderpreis nominiert: 27 Storeys von Bianca Gleissinger Die Kinder aus Korntal von Julia Charakter Goldhammer von André Krummel + Pablo Ben Yakov Harraga – Marokkos verlorene Kinder von Benjamin Rost Schleimkeim – Otze und die DDR von unten von Jan Heck Sieben Winter in Teheran von Steffi Niederzoll Gewinner: Goldhammer von André Krummel + Pablo Ben Yakov Auszug aus der Begründung der Jury: „Die große Kunst dieses Films liegt in seiner Offenheit. Er spielt mit den Fragen, statt eindeutige Antworten zu geben.

Dennoch scheint immer wieder etwas von der großen Einsamkeit, der Suche nach Liebe auf, die uns alle betrifft. Goldhammer wird so zum Anti-Helden, der uns auf die Bruchstellen, die Gefährdungen unserer Zeit hinweisen kann.“ Publikumspreis ging an Plastic Fantastic von Isa Willinger. Auszug aus der Begründung der Jury: „Das Ausmaß der Problematik, das der Film aufzeigt, ist überwältigend. Das kann zynisch machen, Gefühle der Ohnmacht berwirken. Der Film erzählt aber auch vom erfolgreichen Kampf gegen die scheinbar übermachtige Industrie.“ Der Ehrenpreis für das Lebenswerk ging an Ulrike Ottinger.

Der Hauptpreis ging an den Film Total Trust von Jialing Zhang. Auszug aus der Begründung der Jurry: „Der Film dokumentiert eindrücklich, dass der stalinistische Unterdrückungs-Staat Maos nun mit modernster Überwachungstechnologie lückenlos perfektioniert wird. Die besondere Leistung des Films ist es, diese Investigation mit nahen, intimen Porträts von Regimekritikern zu verknüpfen.“

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