Dienstag, 06.12.2022 15:52 Uhr

Zunkunfts (T)Räume Gespräche zu Ostdeutschland

Verantwortlicher Autor: Bettina Keller Berlin, 25.09.2022, 15:25 Uhr
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Berlin [ENA] Was zeichnet Ostdeutschland aus? Welche Themen stehen auf der Agenda? ist es nur der gerade wieder in den Medien aufgezeigte Unmut der Menschen auf den Montagsdemonstrationen? Oder ist es auch ein sich veränderndes Land mit vielen Potentialen, das Menschen mit Selbstbewusstsein, Haltung und Mut hat. Und viele Gestalterinnen und Gestalter. All diese Themen standen zur Debatte.

Als Auftakt zur Debatte zur Deutschen Einheit waren Akteure verschiedenster Generationen, Passionen, Lebens- und Arbeitsbereiche zusammengekommen um über ZUKUNFTSRÄUME und ZUKUNFTSTRÄUME Ostdeutschlands zu diskutieren. Darüber, welche wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen sich gerade abzeichnen, was zu tun ist und wie eine demokratische Streitkultur gegen Populismus und Fremdenfeindlichkeit vor Ort gestärkt werden kann. Die beiden Rapper der Hinterlandgang aus Mecklenburg-Vorpommern trugen einiger ihrer Songs auf der Tagung vor. U.a auch Release des Songs 3.Oktober.

Aufgewachsen in einem Dorf in Vorpommern schreiben Albert Münzberg und Pablo Himmelspach Songs, seit sie 18 Jahre alt sind. Sie erzählen vom Aufwachsen im Hinterland, fehlende Perspektiven und graue Fassaden. Doch auch über Freundschaft und gemeinsame Träume sowie das Einstehen für offene Grenzen und Toleranz. Veranstalter wie immer in bewährter Form die Friedrich Ebert Stiftung. Stattgefunden hat das Ganze diesmal in der Alten Münze in Berlin, ein doch geschichtsträchtiger Ort.

Die Alte Münze ist ein ehemaliges Münzprägewerk in Berlin-Mitte am Ufer der Spree, das sehr gut unsere vielfältige Geschichte widerspiegelt. Hier wurden die Reichsmark, die DDR-Mark, die D-Mark und der Euro geprägt. Heute bietet der Veranstaltungsort Raum für Kunst- und Kulturschaffende und junge Berliner Kreative. Gerade in Zeiten großer Verunsicherungen und des Kriegs treibt neben diesen Fragen auch die aktuellen Entwicklungen in Ostdeutschland um, die Ängste bei der Bevölkerung und den Unternehmen aufgrund der steigenden Gas-, Öl- und Nahrungsmittelpreise; die Gestaltung des anstehenden Kohleausstiegs und der Energiewende in der Lausitz, die Zukunft der PCK-Raffinerie Schwedt.

.Auch die Frage, wie eine konstruktive und demokratische Streitkultur in den Regionen gestärkt werden könnte. Die Friedrich-Ebert-Stiftung und das Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. hat diese Themen in dieser Tagung aufgegriffen. Der Staatsminister Carsten Schneider , Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland leistete dazu einen guten Beitrag indem er hervorhob, dass man doch auf die Mentalität der Menschen dort mehr eingehen müsse und die Menschen dort nicht allein lassen sollte. Marina Heimann von futures SAX GmbH der Innovationsplattform Sachsen brachte ebenfalls gute Gedanken ein.

Nur die Äußerung von Herrn Igor Matviyets, der im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie aus der Ukraine nach Deutschland kam, konnte man nicht so recht verstehen , er meinte im übertragenen Sinn, der Ostdeutsche müsse sich integrieren. Wie darf man das verstehen nach 32 Jahren nach der Wiedervereinigung, es war wohl eher ein Versprecher. Ansonsten waren aber seine Ausführungen sehr gut, er meinte dass in den meisten Führungspositionen fast nur Westdeutsche zu Werke wären und da hat er durchaus recht. Die Veranstaltung ist unter https://www.youtube.com/watch?v=sWe-ShTsK3Q&t=4728s anzusehen. Streitkultur ist wichtig und fördert die Demokratie.

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