Freitag, 24.11.2017 19:09 Uhr

Höheres Bußgeld im Straßenverkehr

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Düsseldorf, 20.10.2017, 11:27 Uhr
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Höheres Bußgeld für Verstöße im Straßenverkehr
Höheres Bußgeld für Verstöße im Straßenverkehr  Bild: Horst Nauen

Düsseldorf [ENA] Neue Verordnung für Auto- und Radfahrer: Ab sofort gilt wer im Stau keine Rettungsgasse bildet wird härter bestraft. Neben dem Handy wird nun auch derjenige bestraft der ein technisches Gerät während der Fahrt bedient, dazu gehört auch wer seine Route ins Navigationsgerät eintippt.

Das Ministerium für Verkehr und das Ministerium des Inneren teilen mit: Wer bei stockendem Verkehr künftig keine Rettungsgasse bildet, dem droht ein hohes Bußgeld - statt bisher 20 Euro werden es ab sofort 200 Euro. Im schwersten Fall sind eine Strafe von 320 Euro verbunden mit einem Monat Fahrverbot möglich. ,,Durch blockierte Rettungsgassen werden Gesundheit und Leben von Unfallopfern gefährdet, weil die Rettungskräfte wertvolle Minuten verlieren", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. ,,Die Neureglung soll bewirken, dass die Verkehrsteilnehmer wieder aufmerksamer und rücksichtsvoller unterwegs sind. Somit wird die Sichertheit im Straßenverkehr erhöht."

Wer ein technisches Gerät während der Fahrt bedient, dem droht ein Bußgeld in Höhe von mindestens 100 Euro, verbunden mit einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Bislang lag das Bußgeld bei 60 Euro. Geahndet wird künftig auch die Nutzung anderer Kommunikationsgeräte als Handys, also etwa Laptops, Tablets, aber auch von Navigationsgeräten ohne Sprachsteuerung. Die NRW-Landesregierung weist ausdrücklich darauf hin, dass die Vorschrift auch für Radfahrer gilt. Auch hier ist das Bußgeld angehoben worden von bisher 25 Euro auf 55 Euro.

Die jetzige Änderung der Straßenverkehrsordnung legt gleichzeitig fest, unter welchen Voraussetzungen die Nutzung der Geräte zulässig ist: Das Gerät darf wie bisher weder in die Hand genommen noch gehalten werden. Die Nutzung eines Mobil- oder Autotelefons, Smartphones, Tablets sowie anderen Kommunikations- und Informationssystemen, ist nur mit einer Freisprechanlage, einer Sprachsteuerung oder Vorlesefunktion erlaubt. NRW-Innenminister Herbert Reul begrüßte diese härteren Sanktionsmöglichkeiten: ,,Keine Whatsapp-Nachricht ist es wert, das eigene und das Leben anderer zu gefährden. Das müssen wir den Menschen auch durch wirkungsvolle Präventionsarbeit klar machen", so Minister Reul.

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