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Eingewanderte Nosferatu-Spinne hat sich stark verbreitet

Verantwortlicher Autor: Stefanie Bettinger Berlin, 26.09.2022, 19:01 Uhr
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Die Nosferatu-Spinne weist eine Beinspannweite von etwa fünf Zentimetern vor.
Die Nosferatu-Spinne weist eine Beinspannweite von etwa fünf Zentimetern vor.  Bild: © NABU/Robert/Pfeifle

Berlin [ENA] Innerhalb weniger Jahre hat sich die aus dem Mittelmeergebiet stammende Nosferatuspinne in fast ganz Deutschland ausgebreitet. Das zeigen erste Ergebnisse eines Meldeaufrufs des NABU und des Beobachtungsportals NABU-naturgucker.de. Rund 16 000 Sichtungen sind dem Naturschutzbund gemeldet worden.

In Deutschland wurde die Nosferatuspinne erstmals 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt. Bis Sommer 2022 waren bei NABU-naturgucker.de bereits 500 Beobachtungen registriert. Zwei Wochen nach Start des NABU-Aufrufs sind es rund 16.000 Sichtungen. Auch wenn es inzwischen Meldungen aus allen Winkeln der Republik gibt, liegen die Verbreitungs-schwerpunkte unverändert im Süden und Westen. Dem NABU zufolge kommt diese Spinnenart vor allem entlang von Rhein, Neckar und Ruhr nahezu flächendeckend vor. Nach Norden und Osten dünnen die Nachweise merklich aus. Sie wird zwar gelegentlich auch im Freiland gefunden, spätestens im Herbst zieht es die wärmebedürftige Nosferatuspinne, wie andere Spinnenarten auch, aber nach drinnen.

Die Nosferatuspinne kommt in Deutschland fast ausschließlich in Gebäuden vor. Ihre Nähe zum Menschen und ihre imposante Körperlänge von bis zu zwei Zentimetern sind augenfällig. „Dazu kommt noch ein gewisser Gruselfaktor. Die Benennung nach einem Stummfilm-Vampir regt zusätzlich die Phantasie an“, meint NABU-Experte Dr. Roland Mühlethaler. Die Nosferatuspinne kann spürbar zubeißen, tut das aber nur sehr selten bei direkter Bedrohung. Ihr Biss ist vergleichbar mit einem Insektenstich und für Menschen ungiftig. Verwechselt wird sie oft mit der Großen Hauswinkelspinne und weiteren Winkelspinnen. Als nächtliche Jägerin hält die Spinne den Bestand an Fliegen und anderen Insekten im Haus klein.

Der Meldeaufruf gilt auch weiterhin. Zusätzliche Beobachtungen können über www.NABU.de/Nosferatu gemeldet werden. Besonders wertvoll sind dabei Belegfotos, denn so lässt sich die Art sicher nachweisen. Das gilt für alle deutschen Regionen, besonders aber für den Osten der Republik. So liegt aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erst je ein Fotobeleg vor.

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