Samstag, 24.02.2018 14:59 Uhr

450.000 Jecken feierten Rosenmontag in Düsseldorf

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Düsseldorf, 13.02.2018, 12:24 Uhr
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450.000 Jecken feierten beim Rosenmontagszug in Düsseldorf
450.000 Jecken feierten beim Rosenmontagszug in Düsseldorf  Bild: landeshauptduesseldorf/melaniezanin

Düsseldorf [ENA] Unter dem Motto "Jeck erst recht" feierten 450.000 Narren fröhlich und standesgemäß - mit einem dreifachen Helau - ihren Rosenmontagszug in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt: 126 Karnevalswagen, 35 Kapellen und rund 8.500 Teilnehmer sorgten für einen vier Kilometer langen Zug.

Bei herrlichem Sonnenschein setzte sich der 'Zoch' gegen 12:30 Uhr in Bewegung und sorgte bei den Jecken an den Straßenrändern für ausgelassene und fröhliche Stimmung. Eine Stunde später erreichte 'de Zoch' das Düsseldorfer Rathaus in der Altstadt wo tausende Närrinnen und Narren den Hauptdarstellern zujubelten. Der Vorbeimarsch der Karnevalisten dauerte mehr als drei Stunden und für die Besucher am Wegesrand gab es insgesamt 120 Tonnen Kamelle.

Martin Schulz dreht sich selber durch den Fleischwolf (alle Fotos: landeshauptstadtduesseldorf/melaniezanin)

Motto-Wagen von Jacques Tilly

Thematischer Höhepunkt des diesjährigen Düsseldorfer Rosenmontagszuges, der unter der Regentschaft des Prinzenpaares Venetia Yvonne (Yvonne Stegel) und Prinz Carsten II. (Carsten Gossmann) stand, war das Motto "Jeck erst recht". Zahlreiche Wagen der Karnevalsgesellschaften interpretierten das Motto auf eigene kreative Weise. Die Mottowagen wurden wie in den vergangenen Jahren - von Wagenbaumeister und Künstler Jacques Tilly geschaffen. Themen wie: GroKo, Trump und Brexit wurden in Szene gesetzt. Tillys humoristisch-bissiger Rundumschlag wurde mit Spannung erwartet und mit viel Applaus bedacht.

Nach Angaben des Comitee Düsseldorfer Carneval e.V. (CC) hatte Tilly in der Wagenbauhalle unter anderem 12 Kilometer Maschendraht, 400 Liter Acrylfarbe und zwei Tonnen Kreide verbraucht - beispielsweise für die Mottowagen die Martin Schulz zeigten, der sich selbst durch den Fleischwolf dreht, Angela Merkel als Schwarze Witwe oder Christian Lindner, der als Angsthase vor der Regierungsverantwortung wegläuft. Auch der Abgasskandal von VW und der Bauernverband, der für das Insektensterben verantwortlich gemacht wurde, wurden thematisiert. Im Zug war auch der Karnevalswagen der Jüdischen Gemeinde, die erstmalig mit einem eigenen Wagen im Zug auffuhr. Sie präsentierte 'den größten jüdischen Sohn der Stadt', Heinrich Heine.

In der gesamten Altstadt war absolutes Glasverbot, an 16 Kontrollpunkten wurde vom Ordnungsamt und privaten Sicherheitsdiensten kontrolliert, biologisch abbaubare Becher zum Umfüllen standen bereit. Neben dem Glasverbot stand auch der Jugendschutz im Vordergrund.

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