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Wie aus Wikingern Normannen wurden

Verantwortlicher Autor: Stefanie Bettinger Mannheim, 16.08.2022, 21:18 Uhr
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Ausschnitt Teppich von Bayeux: Eroberung  Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer
Ausschnitt Teppich von Bayeux: Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer  Bild: © Szene aus dem Teppich von Bayeux/Scene of the Bayeux Tapestry – 11th century: with special permission from the City of Bayeux

Mannheim [ENA] Die Reiss-Engelhorn-Museen (REM) präsentieren ab 18. September 2022 erstmals eine umfassende kulturhistorische Ausstellung zu den Normannen. Die Schau "Die Normannen" begleitet ihren beispiellosen Aufstieg vom 8. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts mit mehr als 300 hochkarätigen Exponaten.

Seit dem ausgehenden 8. Jahrhundert hatten Gruppen von Skandinaviern Raubzüge entlang der Küsten und Flüsse Europas unternommen. Auf diese Weise wurden aus einfachen Kriegern und kleinen Herren Kulturvermittler und mächtige Fürsten. Mit dem Zerfall des Frankenreiches im 9. Jahrhundert und gesellschaftspolitischen Veränderungen in Skandinavien begann die sogenannte "Wikingerzeit". Wikinger wollten schnell Beute machten, waren aber auch an Handel und Besiedelung interessiert. Sie drangen weit nach Osteuropa auf die Britischen Inseln und in das heutige Nordfrankreich vor. Aus denen, die sich niederließen, gingen im Osten die Rus' und im Westen die Normannen hervor. Sie prägten das Gesicht Europas auf Dauer.

Männer aus dem Norden gelangten bis ans Schwarze Meer

Die "Männer aus dem Norden" kamen häufig als Eroberer. Auch wenn sie zunächst mit großer Brutalität vorgingen, um sich Land und gegebenenfalls eine Herrschaft zu sichern, verfolgten sie langfristigere Ziele. Durch ihren Drang zu neuen Ufern aufzubrechen, zeichneten sie sich durch eine hohe Mobilität aus. Auf den Spuren der Nordmänner begeben sich die Besucher auf eine Reise von Skandinavien bis ans Mittelmeer, von der Ostseeküste bis nach Byzanz.

Zahlreiche bedeutende Museen und Institutionen unterstützen das Ausstellungsprojekt mit rund 300 kostbaren Leihgaben. Gezeigt werden neben einzigartigen Handschriften, seltenen Textilien, Kunsthandwerk aus Gold und Elfenbein, Schmuck und Waffen auch andere Pretiosen wie die Krone Roger II., die Anglo-Saxon Chronicle und Teile des Schatzes von Gnezdowo. Die Ausstellung steht in Kooperation mit dem Museumsverband "Réunion des Musées Métropolitains" in Rouen und dem "Musée de Normandie" in Caen. Die Sonderausstellung "Die Normannen" läuft vom 18. September 2022 bis 26. Februar 2023 in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen. www.rem-mannheim.de

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