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Verleihung Freiheitspreis 2022

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Frankfurt, 10.11.2022, 09:08 Uhr
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Frankfurt [ENA] Seit 2006 zeichnet die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit alle zwei Jahre eine herausragende Persönlichkeit aus, die entscheidende Impulse für die Entwicklung der liberalen Bürgergesellschaft gibt und damit zur Festigung freiheitlicher Werte und Ziele in der Welt beiträgt. Dr. Renate Sterzel, als Magistratsverteterin der Stadt Frankfurt, begrüßte zahlreiche Ehrengäste.

Sie verwies auf John F. Kennedy, der die Paulskirche bei seinem Besuch 1963 als „Krippe der Demokratie“ geadelt hatte. In diesem Jahr verleiht die Stiftung den Preis an Zuzana Čaputová, Präsidentin der Slowakischen Republik, die sich während ihrer Amtszeit und schon davor als engagierte Kämpferin für Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und die Vertiefung des Europäischen Einigungsprozesses erwiesen hat. „Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat sie klar gegen diesen Unrechtsakt Stellung bezogen und tritt mit viel Courage einer in der Bevölkerung ihres Landes beträchtlichen Sympathie für das Putin-Regime entgegen.

Mit Zuzana Čaputová ehren wir ein demokratisches Vorbild, eine engagierte Bürgerin ihres Landes und eine Verfechterin freiheitlicher Ideale.“, so Nicola Beer MdEP in ihrer Laudatio. Seit der Gründung der Visegrád-Staaten 1991 durch die Präsidenten Vaclav Havel (ÈSFR), Lech Wałêsa (Polen) und József Antall (Ungarn) ist Visegrád die geläufige Bezeichnung für die inzwischen 4 Länder (Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei). Hier finden regelmäßige Konsultationen auf höchster politischer Ebene statt. Hier versuchen sie, ihr Gewicht im Rahmen der EU und der NATO zu stärken, sowie Initiativen zur regionalen Kooperation in Mittel- und Südosteuropa zu ergreifen. Sie sind stärkster Außenhandelspartner in der EU, betonte Nicola Beer.

Auch hier zeigt sich die Präsidentin der Slowakischen Republik als unerschütterlicher Kompass. Ihre humane Haltung ist bemerkenswert und hat ihr großen internationalen Respekt eingebracht. Gleichermaßen ist sie eine Vorkämpferin für die Rechte der Frauen. Sie kämpft gegen die Korruption in der Gesellschaft. Sie ist eine Brückenbauerin. „Seien Sie Brückenbauerin zwischen den Ländern Europas. Schildern Sie Umstände und Unterschiede was wir in den alten Ländern besser machen können“, so der abschließende Apell der Laudatorin Nicola Beer. Die Urkunde überreichten der Vorsitzende des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Professor Dr. Ludwig Theodor Heuss und Professor Dr. Karl-Heinz Paqué.

Die Preisträgerin, i.E. Zuzana Caputova, bedankte sich für die Auszeichnung. „Ich biete meinen Sachverstand, meine Emotionen und meinen Aktivismus an. Ich biete meinen Verstand, mein Herz und meine Hände an. Ich möchte die Stimme derer sein, die nicht gehört werden.“, so die Botschaft der würdevollen Preisträgerin. Gemäß dem Leitspruch von Michele Obama: „When they go low, we go high“, endete die Preisverleihung. Sibylla Elsing, Nadia Hashemi und Oliwia Meiser von Musica Libera umrahmten würdevoll die Veranstaltung. Das Schlusswort sprach Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

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