Dienstag, 06.12.2022 15:12 Uhr

Pussy Riot: Mit Punk gegen Putin

Verantwortlicher Autor: Brando Martino Münster, 23.09.2022, 16:33 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 2490x gelesen
„Pussy Riot“ zeigen aktivistisches Musiktheater
„Pussy Riot“ zeigen aktivistisches Musiktheater  Bild: Martino Brando

Münster [ENA] Münster, September. 2022. Mit Punk gegen Putin: Das Protestkunst-Kollektiv „Pussy Riot“ machte am Montagabend in LWL-Museum bei seiner Deutschland-Tournee in Münster Station. Auch Pressefotograf M.Brando war tief von der Wucht der lauten Protestkunst beeindruckt.

Vor zehn Jahren wurde die Band über Nacht berühmt, als sie mit ihrer Performance in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale und einem provokativen Punk-Gebet am Altar gegen den russischen Staat und die orthodoxe Kirche protestierten. "Das LWL-Museum wird mit dem Konzert ein Ort für Protest im Rahmen politischer Kunst", heißt es vom Landschaftsverband Westfalen Lippe. Pussy Riot sind auf einer Tournee durch Europa und stellen sich mit Punkrock und Performance gegen Krieg, Repression und Patriarchat.

Schrill, laut und frech hat das russische Künstlerinnenkollektiv Pussy Riot am Montagabend im LWL Museum für Kunst und Kultur seine Positionen deutlich gemacht: Freiheit für Russland und alle dort politisch Inhaftierten, Ende des Krieges in der Ukraine, Menschenrechte. Der Auftritt im ausverkauften LWL-Museum von „Pussy Riot“ war in Münster mehr aktivistisches Musiktheater als ein Konzert. Synthesizer, Videos – ein pausenlos pulsierendes Stakkato von Schlagzeugerin Diana Burkot, dazu kamen äußerst provokative Dauer-Attacken auf Wladimir Putin.

Frontfrau Maria Aljochina
Diana Burkot - singer, actress, electronics, drums
Olga Borisova ist ganz in Schwarz

Bereits im Jahr 2012 haben "Pussy Riot" durch ihre Protestaktion in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau lautstark und mit hoher Sichtbarkeit auf das zunehmend autokratisch werdende Russland aufmerksam. "Gefängnis, Arbeitslager und Hausarrest konnten die Aktivistinnen seitdem nicht davon abbringen, für die Zivilgesellschaft einzutreten", heißt es in einer Ankündigung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).

„Zeichen gegen jede Form von Krieg und Autokratie“

„Es wird mit Sicherheit kein Abend klassischer, kultureller Unterhaltung. Das Museum wird ein Ort für Protest im Rahmen politischer Kunst“, sagt Leiter des Kulturprogramms Dr. Daniel Müller Hofstede. „Mit dem Konzert von Pussy Riot setzt das LWL-Museum für Kunst und Kultur klar ein Zeichen gegen jede Form von Krieg und Autokratie.“ "Pussy Riot" sind aktuell auf Europa-Tournee. Mit Punkrock und Performance stellen sie sich unter anderem gegen Krieg und Repression.

«Putin und der (Inlandsgeheimdienst) FSB führen einen unsichtbaren Krieg gegen ihr eigenes Volk», sagte Aljochina am Rande eines Auftritts. Der Kreml begegne seinen Gegnern mit purem Hass, und wer in Russland offen europäische Werte vertrete, sei für die Regierung ein Staatsfeind. «Viele Menschen haben Angst, offen zu sprechen. Aber echte Macht basiert nicht auf Angst», sagte die 30-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Mehr Bilder unter: brand.en-a.de

Frontfrau Maria Aljochina
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.