Dienstag, 06.12.2022 14:08 Uhr

Concours of Elegance: Hyper- und Classic-Cars

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Oxfordshire, 18.09.2022, 18:29 Uhr
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Salon Prive 2022 - Blenheim Palace
Salon Prive 2022 - Blenheim Palace  Bild: Erich Hein

Oxfordshire [ENA] Von 30. August bis 04. September fand auf dem Gelände des Blenheim Palace in Oxfordshire der Concours of Elegance statt. Das großzügige und geschichtsträchtige Anwesen, Sir Winston Churchill erblickte hier das Licht der Welt, ist ein wahrlich würdiger Rahmen für die Welt des Automobil - ...

ob Hypercars oder Classic-Cars. Die Philosophie der Veranstaltung beruht auf der Geschichte des Autos – sei es ein Rennsport-Stammbaum, ein prestigeträchtiger Vorbesitzer oder sogar ein spektakulärer Unfall, gefolgt von einer tadellosen Restaurierung –und alle sind etwas Besonderes. Für die Veranstalter und die dazugehörige erfahrende und sachkundige Jury, gibt es wohl keinen besseren Ort für die geschichtsträchtigen Automobile wie das Blenheim Palace „SALON PRIVE“.

Die Atmosphäre beim Salon Prive ist und war auch in diesem Jahr geprägt von einer entspannten Ruhe, dass natürlich dem überschaubaren geladenen Besuchern zu zuschreiben ist. Das Wetter, gut, sogar die Sonne zeigte sich immer wieder, wusste sie um die Exklusivität dieses Events. Der von Aviva präsentierte „Salon Prive“ Concours d`Elegance zeigte mehr als 70 Autos sorgfältig ausgewählt, darunter geschätzte Relikte aus der Zeit von King Edward, seltene und wertvollsten Grand Tourer, klassische Sportrennwagen, Ikonen und Rennlegendenden sowie atemberaubende Supersportwagen. Ein Konzept, dass die Gegenwart und Zukunft - eine grandiosen Show.

Um die Gunst der fachkundigen Jury zu gewinnen tummelten sich ein Spektrum von Vorkriegs-Bugattis, Ferraris, wie der berühmte einmalige Ferrari 250 LM von Ron Fry, Rod Stewarts früherer Lamborghini Miura und sogar ein leuchtend orangefarbender Bizzarrini 5300 GT America. Jede Menge Bentleys unter anderem, der älteste existierende Bentley und der erste Bentley Barnato Hassan Special von 1932. Nicht zu vergessen das T1 Coupè Speciale mit Pininfarina-Karosserie aus dem Jahr 1968.

Die begehrte „Best of Show“ Tropäe erhielt dann ein 1956er Ferrari 250 GT TdF Berlinetta von Zagato ein V12-angetriebenes Leichtbaumodell, dass mit seiner eleganten Alkoven-Karosserie und dem Zagato charakteristischen Double-Bubble-Dach, die Jury als auch die Besucher gleichermaßen beeindruckte. Eine Hommage an das 70-jährige Jubiläum von Queen Elizabeth lies Salon Prive die „The Platium Collection“ auffahren.

Diese bestand aus 16 legendären platin – und silberfarbenen Modellen, eigentlich sind es automobile Juwelen, darunter der McLaren Mercedes SLR 722 GT-Prototyp von 2007, ein Porsche GT1-Prototyp, ein Wiesmann GT MF5, ein 2007er Lamborghini Revento`n Roaster, ein 1992er Porsche 959, ein 1962er Jaguar E – Scheunenfund vom Typ Series-1,dieser wurde in einen neuwertigen Zustand versetzt, ein 1986er Lamborghini Diabolo SE30, ein Bugatti EB110 Super Sport (Chassis SS01), ein 1973er Lamborghini P400 Miura SVJ, ein Aston Martin DB4, ein „Einhorn“ Ferrari Testarossa Spider und ein Rolls-Royce Phantom II Handlye Special.

Zum diesem Auto möchte ich noch ein wenig ausholen. Vor 37 Jahren begann der Besitzer, aus der Erkenntnis heraus, dass ein Oldtimer-Grand-Prix-Auto für Ihn unerschwinglich sein würde, mit dem Bau von etwas Einzigartigem, dass mit einer Arbeitszeit von rund 20 000 Stunden zu Buche schlug. Diese immensen Arbeitsstunden haben sich gelohnt, erinnert doch der Special an einen P3 Alfa Romeo.

Abgesehen vom Chassis und Motor (27-Liter-V12-Merlin (1,650 cu in)) wurde alles andere an diesem Auto von Grund auf neu entwickelt, natürlich auch das Doppelgetriebe, das erforderlich wurde um 900 PS zu nutzen. Ein besonderer Leckerbissen der Veranstaltung war, erstmals beim Goodwood „Festival of Speed“ vorgestellter weltweit erster Wassersoff-Hypercars, des Viritech Apricale. Der von Pininfarina entworfene FCEV-Wasserstoffantrieb liefert 1.000 PS in einem Auto, das weniger wiegt als 1.000 kg. 1.000 PS braucht man zwar nicht, aber mal sehen wo die Entwicklung noch hinführt. Im nächsten Jahr wissen wir bestimmt mehr.

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